Vom Brunsberg in den Kreistag: Was Heidschnucken mit Politik zu tun haben
Da war sie plötzlich mitten auf meiner Laufstrecke: die Heidschnuckenherde. Ein besonderer Moment – und weit mehr als eine schöne Urlaubskulisse direkt vor unserer Haustür. Denn die Schnucken sind echte Landschaftspfleger. Sie halten die Heide offen und helfen damit, einen wertvollen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere zu erhalten.
Der Brunsberg zeigt, wie wichtig aktiver Naturschutz ist. 2024 wurde das Schutzgebiet deutlich erweitert: Aus ursprünglich rund 60 Hektar entstand das etwa 131 Hektar große Naturschutzgebiet „Heiden und Wälder am Brunsberg“. Im gesamten Landkreis stehen rund 44.000 Hektar unter Landschafts- oder Naturschutz – etwa 35 Prozent der Kreisfläche. Diese Gebiete auszuweisen, zu pflegen und weiterzuentwickeln, gehört zu den wichtigen Aufgaben des Landkreises.
Doch Schutzgebiete allein reichen nicht. Natur- und Klimaschutz brauchen klare Entscheidungen, ausreichend Personal und eine Politik, die auch langfristig Verantwortung übernimmt. Dafür setzt sich die SPD und speziell ich im Ausschuss für Agrar, Umwelt und Klimaschutz, im Kreistag ein: für wirksame Schutzregeln, für den Schutz unserer Wälder, Moore und Gewässer und für ein gutes Miteinander von Naturschutz und Landwirtschaft.
Auch die Energiewende gehört dazu. Wir wollen erneuerbare Energien weiter ausbauen – gemeinsam mit den Menschen vor Ort, mit fair verteilten Belastungen und echter Beteiligung. Mit ihrem Antrag zur Klimaneutralität des Landkreises hat die SPD dieses Ziel auch ganz konkret in die politischen Beratungen eingebracht.
Die Begegnung mit den Heidschnucken hat mir wieder gezeigt: Umweltschutz ist nichts Abstraktes. Er findet direkt vor unserer Haustür statt – auf dem Brunsberg, in unseren Wäldern, an unseren Flüssen und in den Entscheidungen des Kreistages. Damit diese Landschaft auch für kommende Generationen erhalten bleibt, müssen wir heute handeln.