Wohnen ist für mich eine Frage der Gerechtigkeit: Bezahlbar Wohnen
Bezahlbares Wohnen ist eine Frage der Gerechtigkeit
Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist die Grundlage für ein sicheres Zuhause, für Familienleben, Nachbarschaft und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist bezahlbarer Wohnraum für mich eine Frage der Gerechtigkeit.
Im Landkreis Harburg spüren wir den Druck auf dem Wohnungsmarkt besonders deutlich. Die Nähe zu Hamburg macht unsere Region attraktiv, gleichzeitig steigen Mieten und Immobilienpreise seit Jahren. Für viele Familien, junge Menschen, Auszubildende, Alleinerziehende und Seniorinnen und Senioren wird es immer schwieriger, passenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden. In manchen Kommunen liegt der Wohnungsleerstand praktisch bei null.
Die KWG schafft Wohnraum
Als Stadträtin war ich einige Zeit Mitglied des Aufsichtsrats der Kreiswohnungsbaugesellschaft (KWG). Dort habe ich aus nächster Nähe erlebt, erlebt, welchen wichtigen Beitrag kommunale Wohnungsbaugesellschaften für bezahlbaren Wohnraum leisten können. Gleichzeitig habe ich aus nächster Nähe gesehen, wie schwierig es geworden ist, neue Wohnungen zu bauen.und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Hohe Baukosten, steigende Grundstückspreise und lange Genehmigungsverfahren machen viele Projekte zu einer Herausforderung.
Diese Erfahrung hat meinen Blick auf die Wohnungspolitik geprägt. Einfache Lösungen gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen und langfristig planen.
Keine Einfachen Lösungen
Für mich gibt es deshalb keine einfachen Lösungen. Wir brauchen mehr Wohnraum, aber auch kluge Planung. Wir müssen schneller bauen können, Genehmigungsverfahren vereinfachen und neue Wohnformen mitdenken. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass unsere Orte lebenswert bleiben und Infrastruktur, Mobilität und Wohnen gemeinsam geplant werden. Gleichzeitig müssen neue Baugebiete mit Schulen, Kitas, Mobilität und Nahversorgung zusammen gedacht werden.
Wohnen muss für alle bezahlbar sein
Besonders wichtig ist mir, dass im Landkreis Wohnungen für unterschiedliche Lebenssituationen entstehen: für Familien, die mehr Platz brauchen, für junge Menschen am Beginn ihres Berufslebens und für ältere Menschen, die barrierefrei wohnen möchten. Gute Wohnungspolitik bedeutet für mich, soziale Durchmischung zu fördern und dafür zu sorgen, dass Menschen in ihrer Heimat wohnen bleiben können.